BoxBee oder Shortwave
Shortwave ist einer der stärksten KI-Assistenten, die es für ein Postfach gibt. Er ist allerdings eng an Gmail gebunden, und die Verarbeitung läuft bei US-Anbietern. BoxBee geht beide Punkte anders an.
| Punkt | BoxBee | Shortwave |
|---|---|---|
| Listenpreis | Unter 14 $, siehe Preisbereich auf der Startseite | 14 $ je Nutzer und Monat bei Jahreszahlung, Business 24 $ |
| Postfächer | IMAP und SMTP, also praktisch jeder Anbieter | Auf Gmail ausgerichtet |
| KI-Modell | Mistral, in Frankreich entwickelt | Modelle US-amerikanischer Anbieter |
| Verarbeitungsort | Server in Europa | Vom Anbieter nicht als europäisch ausgewiesen |
| Plattformen | Native Programme für macOS, Windows, iOS, iPadOS | Web, macOS, iOS, Android |
| Assistent über das ganze Postfach | Suche und Dossiers, Fragen über Zeiträume | Sehr weit ausgebaut, Kernstück des Produkts |
| Verschlüsselte Direktnachrichten | BeeCrypted, Ende zu Ende verschlüsselt | Nicht Teil des Produkts |
Preise laut den öffentlichen Preisseiten der Anbieter. Prüfe die Zahl beim Anbieter nach, wenn du diese Seite später liest. Zuletzt geprüft: Juli 2026.
Zwei Wege, ein Postfach in den Griff zu bekommen
Shortwave hat den Assistenten in den Mittelpunkt gestellt. Du stellst eine Frage über dein Postfach, und das Programm sucht, liest und antwortet. Das funktioniert gut und ist ein echter Fortschritt gegenüber einer Suchmaske mit Filtern.
BoxBee arbeitet stärker im Hintergrund. Die Smart Inbox sortiert eintreffende Mails nach Art und Dringlichkeit, der Autopilot legt Bekanntes selbst ab, der Daily Brief bündelt am Morgen, was liegen geblieben ist. Statt viele Fragen zu stellen, sollst du morgens weniger vorfinden, das du selbst anfassen musst.
Die Gmail-Bindung
Shortwave ist auf Gmail ausgerichtet und holt daraus viel heraus: Labels, Threads und die Suchlogik von Google werden mitgenutzt. Wenn dein Postfach bei Google Workspace liegt, ist das ein Vorteil, kein Mangel.
Wenn dein Postfach woanders liegt, ist es das Ende des Gesprächs. Genau hier trennt sich der Weg. BoxBee bindet Postfächer über IMAP und SMTP an, also über den offenen Standard, den fast alle Anbieter sprechen: der Hoster deiner Domain, Mailbox.org, Infomaniak, OVH, ein Postfach beim regionalen Anbieter oder ein eigener Server. Beim Einrichten reichen Adresse und Passwort, BoxBee findet die Server selbst und prüft sie mit einer echten Anmeldung.
Preis und was er abdeckt
Shortwave verlangt bei Jahreszahlung 14 $ je Nutzer und Monat, der Business-Tarif liegt bei 24 $. Für ein Team von fünf Personen sind das im Business-Tarif 120 $ im Monat. Dafür bekommst du einen sehr fähigen Assistenten, und wenn dein Team ohnehin komplett auf Gmail sitzt, ist das ein stimmiges Angebot.
BoxBee liegt darunter. Die genauen Beträge stehen im Preisbereich auf der Startseite, damit hier keine veraltete Zahl steht. Sieben Tage zum Ausprobieren, ohne Postfachumzug.
Wo die KI rechnet
Ein Assistent, der dein Postfach durchsucht und zusammenfasst, liest zwangsläufig Inhalte. Das ist bei Shortwave so, und es ist bei BoxBee so. Der Unterschied liegt darin, wohin diese Inhalte gehen.
BoxBee nutzt Mistral, ein in Frankreich entwickeltes Modell, und verarbeitet auf Servern in Europa. Shortwave arbeitet mit Modellen US-amerikanischer Anbieter. Wer in einer Kanzlei, in der Verwaltung, im Gesundheitswesen oder in einem Unternehmen mit strengem Datenschutz arbeitet, kennt den Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen sehr genau.
Auch hier gilt: BoxBee behauptet keine Zertifizierung und keine Rechtssicherheit auf Knopfdruck. Die Aussage betrifft die Kette aus Modell, Servern und Anbietersitz. Die Bewertung bleibt deine.
Native Programme statt Browserfenster
Shortwave ist stark im Browser zu Hause. BoxBee ist ein natives Programm für macOS, Windows, iOS und iPadOS. Das merkt man bei Kleinigkeiten: Systembenachrichtigungen, Dateien anhängen, offline lesen, das Programm im Dock behalten. Wer lieber alles im Browser hat, wird das umgekehrt als Vorteil von Shortwave sehen.
Was der Wettbewerb besser kann
Ein Vergleich, der nur eine Seite gewinnen lässt, ist keiner. Diese Punkte sprechen gegen uns:
- Der Assistent von Shortwave, der Fragen über den gesamten Postfachverlauf beantwortet, ist heute weiter als das, was BoxBee kann.
- Shortwave nutzt die Gmail-Suche und die Gmail-Labels sehr tief. In einem reinen Google-Workspace-Umfeld ist das ein Vorteil.
- Shortwave gibt es auch für Android, BoxBee nicht.
- Shortwave hat mehr Nutzer, mehr öffentliche Erfahrungsberichte und einen längeren Betrieb im Rücken.
Für wen welches Werkzeug passt
Wenn dein ganzes Team auf Gmail sitzt und der stärkste verfügbare Assistent das Ziel ist, ist Shortwave die richtige Wahl. Es macht wenig Sinn, das kleinzureden.
Wenn dein Postfach nicht bei Google liegt, wenn du native Programme auf Mac, Windows und iPad willst oder wenn du wissen willst, dass deine Inhalte in Europa verarbeitet werden, dann nimm BoxBee. Sieben Tage mit dem echten Postfach beantworten die Frage schneller als jede Tabelle.
BoxBee sieben Tage lang ausprobieren
Konto verbinden, Postfach laden lassen, entscheiden. Kein Umzug, kein neuer Anbieter: BoxBee spricht IMAP und SMTP mit dem Postfach, das du schon hast.